Spiegelzeit

Dunkelheit war immer noch der beste Freund bei dem was er gerade vorhatte, und Er hatte Schlimmes vor. Zumindest bei den Menschlichen Wachen der Mutanten- Sicherheitsverwahrungsanstalt. Im Schutz der Dunkelheit Flog er bis an den Rand des Kleinen Sees welcher von jungem, kaum mannsgroßen, Waldsprössling zum Großteil umgeben war. Eine wunderschöne Parkanlage umrandete die Anstalt, als Deckmantel für die Öffentlichkeit bei dem sonst so, brutal surreal wirkendem Inneren. Dieses Innere kannte man nur als Insasse, kein Außenstehender soll je hinter diese Staatsmauern blicken. Und keiner der Mutanten darin soll je wieder das Licht der Welt erblicken.
Hinter dem Schutz einiger Baumtriebe warf er einen letzen Blick auf die grüne Holodatentafel um sich das Gesicht der kleinen Andrea nochmals vor Augen zu führen:
Andrea Perkins
Alpha- Erzeugung eines Stasisfeldes in unbestimmten Ausmaß, weiter Mutationsschübe ersichtlich
11 Jahre (2010/07/04)
Restdauer bis zur Exekution 00:6:46
Die Holoanzeige verschwand wieder in der Tasche, dann machte er sich auf Richtung Versorgungszugang. Dieser war etwas Abseits des Hauptgebäudes auf dessen Rückseite .Die Wachbeamten an Eingang spürten nichts von seiner Wut als das Leben aus Ihnen wich. Zu schnell und präzise barsten Ihre Wirbelsäulen an der richtigen Stelle. Jetzt galt noch so wenig wie möglich aufzufallen Die Dunkelheit täuscht menschliche Augen, aber für die Kameras und Bewegungsmelder war jemand anderes im Hintergrund. Ein kurzes piepsen in seinem Headset verriet ihm, das das Sicherheitssystem nun deaktiviert war, ebenso die Kräftehemmer im Gebäude. Mit einem kurzen wich seiner rechten Hand riss er die gepanzerte Tür an der LKW Verladerampe aus den Schienen, ohne sie auch nur zu berühren. In dem Verteilerraum waren mehrere Lastenaufzüge und eine Notfalltreppe nach unten. Ein Unterirdischer Korridor führt von da an weiter in die Lagerräume des Hauptgebäudes. Ohne aktive Kameras war das ein Kinderspiel, ebenso wie der Wachmann in dem Warenbüro kurz vor dem Hauptlager. Er blickte kurz auf, sah ein entsetzliches Gesicht mit geweiteten Augen auf Ihn zu kommen und registrierte gerade noch das es sein eigenes Gesicht war, bevor sein Kopf wie eine Getränkedose zerquetscht wurde. Aus den Hauptlagerräumen führte Ihn ein großer Weg über Stahlplatten in die Verteilerküche. Es roch nach kaltem Fett und ransigem Fleisch. Die Küche war nur notbeleuchtet, wie fast der gesamte Komplex. Die Hinrichtung, mittels elektrischem Stuhl, erfordert viel von so einem alten Gebäude aus den Endsechzigern.
00:05:38
Vor der Küche durchquerte er die Kantine bis zu einem gesicherten Gitter, welches zu den Beamtenbüros führte. Dieses Gitter, wie noch einige mehr auf seinem Weg nach unten in die Katakomben stellte keine Herausforderung dar. Als er durch die Gänge levitierte, konnte er Stimmen, Flüche und Sinnloses Geschrei ausmachen. Immer wieder gefolgt von mutantenrasistischen Erwiderungen der Wachleute, die auch gerne mit ihren Schlagstöcken für Ruhe zu sorgen schienen. Er war auf dem richtigen Weg. Der Zellenblock muss jetzt über Ihm sein, also noch eine Etage tiefer zu den Einzelzellen und der medizinischen Abteilung.
„Ich bin in Position, Ihr holt euch die Gefangenen aus Block A, arbeitet sauber…“ gab er kurz und knapp in sein Mikro um seine Teammitglieder nun in Aktion zu versetzen. Arbeitet sauber ist zu verstehen als ´keine überlebenden´.
Vor der medizinischen Station standen zwei Wachleute, bewaffnet, lässig plaudernd. Er lenkte sie mit einem telekinetisch erzeugten Geräusch kurz von der Tür ab, und als sie sich wieder umdrehten stand er vor ihnen. Sie legten Ohne zu Zögern Ihre Waffen an, um zu feuern, jedoch entriss ihnen eine unsichtbare Macht Ihre Sturmgewehre, lies sie vor Ihren behelmten Köpfen schweben und mehrere Feuerstöße abgeben. Die beiden Körper sackten zu Boden und aus Ihren Mikros waren fragende Stimmen und Rufe zu vernehmen. Ebenso hörte er den Kampflärm aus den Stockwerken über ihm einsetzen.
In einer Zelle auf der Krankenstation, an einen alten metallenen Stuhl gebunden, mit Lederriemen die sich bereits in ihr Fleisch schnürten saß Andrea. In eine zerschlissenen Orangefarbenen Kluft, mit hoch gekrempelten Ärmeln und angeschlossen an medizinische Maschinen lag Todesangst in Ihren Augen. Ein Knebel verhinderte das sie schreit, doch auf Beruhigungsmittel hat man zwecks Forschung verzichtet. Ein Mann in einen weißen Kittel gekleidet, rasierte ihr gerade eine paar Haarstränen weg, als von draußen Schüsse vernommen wurden. Drei weitere Beamte in diesem Raum schwangen herum, um mit ihren Sturmgewehren zur Tür zu Stürzen und per Funk zu fragen was los ist. Doch die Tür wurde bereits in einem Aufscheinen grüner , funkelnder Energie herausgesprengt, Die scharfen Splitter trennten einem der Wachleute den Kopf von den Schultern und verletzten die beiden anderen. Jetzt fuhren auch die weiteren Mediziner hoch die an einem Beobachtungstisch voll von Datenblöcken, Aufzeichnungen Untersuchungsgeräten, Ton- und Bildaufzeichner und Notizblöcken am anderen Ende des Raums saßen. Panik geriet über sie als die zwei überlebenden Wachleute ihnen entgegen geschmettert wurden und dabei den beladenen Tisch so zertrümmerten wie es ihre Knochen waren. Voll Panik versuchten die Drei Mediziner zu fliehen, doch eine unsichtbare Kraft lies all die Unterlagen und Geräte, sowie die Holzsplitter des Tisches umher schießen und sich ihre Wege durch Körper in weißen Kitteln bahnen.
00:02:22
Als Er den Raum vollends betritt hörte er das Schnappen eines Kolbens der gespannt wird. Der Kolben gehört zu einem Großkalibrigen Revolver, den der letzte Mediziner Andrea gerade an die Stelle hält, die er rasiert hat. „Noch ein Schritt, und sie stirbt“…erzitterte die Stimme des Arztes. „Du wolltest sie doch sowieso gerade töten, du verdammter U-men, ihr steckt mit der Regierung zusammen und quält eure Opfer“ erwiderte Er und ging einen Schritt auf den Arzt zu. ´Dr. Mattens Projektleitung´ wies sein Schild an der Jacke aus, sah sich einen Moment lang spiegeln, an der Stelle wo Sein Kopf war, spiegelte sich nur der Ausdruck von Dr. Mattens als er den Abzug durchdrückte. Unendlich lang war der Moment indem der Arzt sich selbst im Spiegel sah der Er anstelle eines Gesichtes hatte, doch die Kugel blieb stehen, bevor sie die Mündung verließ, alles schien plötzlich still zu stehen um den Arzt herum, er selbst schien still zu stehen. Er musste tatenlos zusehen wie Er Andrea befreite und dann Ihn selbst auf den Stuhl zu stoßen, noch immer hing der feine Rauchfaden aus der Mündung des Revolvers, die Patrone halb im Lauf schien alles still zu stehen, außer die Wahrnehmung an sich. Er schnallte den Arzt fest setzte ihm die Haube auf die er mit beiden Händen festhielt und dabei grüne Energie in das Material fließen ließ.“Betrachten sie ihr Projekt t als Fehlschlag“ sagte die Stimme unter seinem Spiegelbild, dann ging alles in einem Inferno unter welches Er gerade zu absorbieren schien. Schwarze Asche wehte aus dem Dunst der Explosion heraus.
Auf dem Korridor fiel Ihm Andrea weinend um den Arm, schluchzend und nach Worten suchend, die einen Dank auszudrücken vermögen. „Nicht der Rede wert Kleine“ sagte Er, als sie sich in seinem Gesicht spiegelte. Dann injizierte Er ihr plötzlich eine Ampulle einer klaren Flüssigkeit in den Hals. Sie konnte kaum erschrocken kucken, als sie bereits schlaff in seinem Arm fiel. „Team abrücken, ich habe sie. Lasst die Mutanten laufen, die kommen klar“ sprach er in sein Headset, schulterte Andrea´s bewusstlosen Körper und ging, um sie an Ihrem Bestimmungsort abzuliefern.
„Gute Arbeit“ vernahm der Mann hinter dem Spiegel , als er in einem Rot beleuchteten Raum Andrea auf ein Bett legte. „Hier ist deine nächste Aufgabe“ sagte die Stimme im Dunkeln. Als Er auf seine Holodatentafel sah, erblickte er Pläne, Fotos und Aufnahmen aus verschiedenen Blickwinkeln aufgenommen grün vor sich leuchten, ein Herrenhaus in Westchester…

Spiegelzeit

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